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Druckversion vom 06.01.2010
URL: http://www.gesundheitstipps.wicker-kliniken.de/naturarzt/faszination-immunsystem.html
Das Immunsystem, welches sich in Hunderten von Jahrmillionen während ständiger Auseinandersetzungen mit unterschiedlichsten Erregern entwickelt hat, ist daher äußerst komplex. Das macht es für Krankheitskeime relativ schwer, in einem Organismus Fuß zu fassen - wir bemerken ja nur die "erfolgreichen" Infektionen, nicht hingegen die tausendfach erfolgreiche Abwehr an den verschiedenen Fronten unseres Immunsystems.
Da wären zunächst einmal die natürlichen Barrieren Haut und Schleimhäute, die bereits ein schwer überwindliches Hindernis für die meisten Keime darstellen. Ein guter Säurewert der Haut bzw. eine Besiedelung des Darmes mit für uns günstigen Keimen erhöht den Schutz noch.
Im Blut und im Bindegewebe stehen weitere "Soldaten" für den Kampf gegen unerwünschte Eindringlinge bereit: Unspezifische Faktoren wie die Makrophagen ("Fresszellen"), natürliche Killerzellen oder das Komplementsystem, dazu noch spezifische Abwehrmittel, wie etwa B- und T-Lymphozyten. Diese wurden durch eine Infektion oder Impfung "trainiert" und stehen nun "Gewehr bei Fuß", falls der gleiche Erreger noch einmal sein Glück versucht. Die meisten Angriffe werden bereits durch die Haut- und Schleimhautbarrieren abgewehrt. Sollte eine Infektion diese Fronten überwinden, so benötigt das spezifische Abwehrsystem einige Tage, um genügend Antikörper und Abwehrzellen zu bilden - daher dauert ein Schnupfen in der Regel auch etwa 7 Tage.
Wir dürfen heute ohne Übertreibung sagen, dass sich unser medizinisches Wissen über das Immunsystem alle paar Jahre verdoppelt. Und doch wissen wir vermutlich nur einen kleinen Teil dessen, was wir benötigen würden, um dieses komplexe Wunderwerk der Natur vollständig zu begreifen.
Einige recht einfache Untersuchungsmethoden stehen mittlerweile aber allgemein zur Verfügung und können im Einzelfall den Ursachen für eine Abwehrschwäche auf die Spur kommen:
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Dieses Screening-Immunprogramm ergibt schon ein recht umfassendes Bild über Zustand und Funktion des Immunsystems. Eine solche Untersuchung sollte aber nicht "mal eben so", sondern nur dann durchgeführt werden, wenn aufgrund häufiger oder schlecht überstandener Infektionen der dringende Verdacht auf eine Immunstörung vorliegt.
Dr. med. Volker Schmiedel
Facharzt für Physikalische und Rehabilitative
Medizin
Chefarzt
der Inneren Abteilung
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