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Seite: Koronare Herzkrankheit - Killer Nr. 1


Koronare Herzkrankheit - Killer Nr. 1

Diese Verengung von Herzkranzgefäßen - ist in Mitteleuropa die Erkrankung, die für die meisten Todesfälle verantwortlich ist. Zusammen mit den Schlaganfällen bringen Herzinfarkte jeden zweiten Mitteleuropäer um! Der Deutsche Naturheilbund hat das Jahr 2000 zum Jahr des Herzens erklärt, um über Ursachen und naturheilkundliche Behandlungsstrategien zu informieren (www.naturheilbund.de).

Wenn Sie folgende Fragen beantworten, können wir Ihnen hieraus das Risiko des Auftretens eines Herzinfarktes in den folgenden Jahren berechnen. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage großer Herzinfarktstudien. Bedenken Sie bitte, dass eine solche Abschätzung nur einen statistischen Wert hat. Sie kann niemals das Auftreten oder Nicht-Auftreten eines Herzinfarktes sicher vorhersagen, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit angeben. Auch werden nur einige bedeutsame Faktoren berücksichtigt, andere (wie etwa Stress, Bewegungsmangel oder Ernährung) hingegen nicht.

Trotzdem ist eine gewisse Orientierung möglich, besonders im Vergleich mit dem Risiko eines Gleichaltrigen ohne wesentliche Risikofaktoren.

Nun die Fragen:

 


Wenn Ihnen Ihre Laborwerte (LDL, HDL, Triglyceride) nicht vorliegen, so fragen Sie bitte Ihren Arzt nach den aktuellen Werten. Eine Auswertung kann nur erfolgen, wenn alle Fragen beantwortet werden! Senden Sie bitte den vollständig ausgefüllten Fragebogen ab oder mailen Sie direkt an:

volkerschmiedel@habichtswaldklinik-ayurveda.de

Wir werden Ihnen baldmöglichst die kostenlose Auswertung zusenden.

"Neue Risikofaktoren"

Die wichtigen, oben im Fragebogen erwähnten Risikofaktoren können zusammen mit weiteren Faktoren wie Stress oder Bewegungsmangel nur einen Teil der Erkrankungen erklären. In den letzten Jahren hat man weitere Laborparameter herausgefunden, die das Risiko deutlich erhöhen, eine arteriosklerotische Erkrankung zu entwickeln. Einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Antioxidative Kapazität

Wir wissen heute, dass nicht das Cholesterin für arteriosklerotische Ablagerungen an den Gefäßwänden verantwortlich ist, sondern das oxidierte Cholesterin - sozusagen das "ranzig gewordene Fett". Eine gute Ausstattung mit Antioxidantien ist also eine "Rostschutzversicherung" für unsere Gefäße (Rosten ist auch ein Oxidationsvorgang). Die Bestimmung der antioxidativen Kapazität ist ein Screening-Test, der die Gesamtheit der Antioxidantien erfasst.

Fettlösliche Antioxidantien

Hier werden die wichtigsten fettlöslichen Antioxidantien bestimmt - nämlich Vitamin E, Beta-Karotin und Lycopene. Gerade das fettige LDL-Cholesterin wird durch diese Substanzen vor Oxidation und Ablagerung an den Gefäßwänden geschützt.

Vitamin C

Dies stellt das wichtigste wasserlösliche Antioxidans dar. Fett- und wasserlösliche Antioxidantien ergänzen sich gegenseitig im Organismus. Menschen, die gefährdet sind, am Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken (familiäre Belastung, Rauchen, hohes Cholesterin etc.), sollten Antioxidantien unabhängig von ihren Laborwerten in hoher Dosierung zuführen. Menschen, die niedrige Laborwerte aufweisen, sollten ebenfalls Antioxidantien zuführen, um ihre Risiko, an Arteriosklerose, aber auch an Krebs zu erkranken, zu senken. Arteriosklerose oder Krebs kann mit einer solchen Therapie zwar nicht sicher verhindert, aber die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens deutlich gesenkt werden.

Selen

Dieses wichtige Spurenelement ist Bestandteil des Enzyms Glutathionperoxidase, welches ebenfalls antioxidativ wirkt. Mitteleuropa ist im Weltvergleich ein Selenmangelgebiet. Krebs- oder Herzinfarktgefährdete sollten einen Blutspiegel im oberen Normbereich oder knapp darüber aufweisen, die anderen Menschen sollten Selenwerte mindesten im mittleren Normbereich haben.

Homocystein

Diese Aminosäure entsteht im Stoffwechsel des Menschen und wird in der Regel sehr rasch wieder abgebaut, da sie hochtoxisch (giftig) ist. Sowohl die Arteriosklerose als auch die Thromboseneigung (Gerinnselbildung) in den Gefäßen wird bei hohen Homocysteinspiegeln enorm gesteigert. Besonders bei jungen Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten wurden hohe Werte gefunden. Ein hohes Homocystein lässt sich meist sehr leicht mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 wieder in den Normbereich absenken.

Lipoprotein(a)

Diese fettähnliche Substanz ist dem LDL-Cholesterin sehr nahe verwandt, lässt sich aber nicht durch cholesterinsenkende Medikamente reduzieren. Bei erhöhten Werten von Lipoprotein(a) - sprich: Lipoprotein klein a oder Lp klein a - ist das Risiko für eine koronare Herzkrankheit ebenfalls deutlich erhöht, insbesondere wenn das LDL-Cholesterin gleichzeitig erhöht ist oder weitere Risikofaktoren vorhanden sind. Zur Zeit gibt es kein Medikament, welches Lipoprotein(a) sicher zu senken vermag. Konsequenz: Wenn dieser Risikofaktor erhöht ist, sollten wenigstens alle anderen Faktoren optimal eingestellt sein.

Fibrinogen

Dieses Eiweiß ist wichtig für die Gerinnung. Bei erhöhten Werten (das Risiko beginnt bereits ab 3 g/l, der Normbereich mancher Labore geht bis 4 oder gar 4,5 g/l) ist die Wahrscheinlichkeit von Gerinnselbildungen und Ablagerungen in den Gefäßen deutlich erhöht. Fibrinogen lässt sich gut durch diätetische Maßnahmen senken - wobei hier unter Diät nicht nur die Ernährung, sondern die gesamte Lebensweise zu verstehen ist.

Wie sollten Sie vorgehen?

Wenn Sie keine besonderen Gefährdungen aufweisen, reicht die Kenntnis - und gegebenenfalls Behandlung - der im obigen Fragebogen erwähnten Risikofaktoren in der Regel aus. Wer jedoch bereits eine koronare Herzkrankheit oder einen Schlaganfall entwickelt hat, sollte auch die "neuen" Risikofaktoren kennen und gegebenenfalls behandeln - besonders wenn die Erkrankung durch die "klassischen" Risikofaktoren nicht befriedigend erklärlich erscheint.

Leider werden diese Erkenntnisse - obwohl in der schulmedizinischen wissenschaftlichen Literatur gut dokumentiert - von Internisten und Kardiologen bisher kaum gewürdigt. Die meisten reagieren mit Unverständnis, wenn ein Patient eine solche Untersuchung wünscht. In der Naturheilkundlichen Privatambulanz der Habichtswald-Klinik Kassel kann Dr. Volker Schmiedel, der Chefarzt der Inneren Abteilung, diese Untersuchungen bei Ihnen durchführen (Telefon: 0561-3108-102 oder -102, FAX -104). Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zu den Risikofaktoren und deren naturheilkundlicher und/oder schulmedizinischer Behandlung.

Abschließend sei noch eindringlich darauf hingewiesen, dass die Arteriosklerose viele Ursachen hat. Einzelne Risikofaktoren herauszufinden und möglichst optimal einzustellen, sollte das vorrangige Ziel sein. Trotzdem darf bei der Suche nach den einzelnen Haaren in der Suppe nicht der ganze Kopf übersehen werden. Die Einstellung einzelner Risikofaktoren wird nicht den gewünschten Erfolg haben, wenn Sie nicht die gesamte Lebensweise überdenken. Die Ernährung, die Bewegung, der Umgang mit psychischen Belastungen, die eigenen Emotionen ("Liebe statt Hass") - all dies will bedacht sein. Nur ein solch ganzheitliches Konzept ist in der Lage, einer komplexen Erkrankung wie der Arteriosklerose mit ihren Endpunkten "Herzinfarkt" und "Schlaganfall" erfolgreich in der Vorbeugung und der Behandlung zu begegnen.

Dr. med. Volker Schmiedel
Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Chefarzt der Inneren Abteilung



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Dr. Volker Schmiedel

Habichtswald Klinik

Wigandstr. 1, 34131 Kassel

Telefon  0561 3108-101

E-Mail schmiedel@habichtswaldklinik.de


 


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