
Wer beim Deutschen Leichtathletik-Verband Nordic Walking lernt,
wird Schritt für Schritt in die Technik des Sports eingeführt. Im Mittelpunkt:
eine fundierte Gehschulung.
Flottes Gehen mit zwei Stöcken und viele
Anleitungen, wie man sie schwingen soll: So oder ähnlich könnte man die Sportart
zurzeit umschreiben. Denn bislang konnten sich die großen
Nordic-Walking-Verbände noch nicht auf eine einheitliche Gehtechnik
einigen.
Die ALFA-Läufer des Deutschen Nordic Walking Nordic Inline
Verband e.V. (DNV) gehen stets mit aufrechtem Gang. Die Nordic Walker
Organisation (NWO) in Österreich empfiehlt ein Training in leichter
Oberkörpervorlage. Der Verband der Nordic Walking Schulen (VD-NOWAS) lässt in
dieser Frage das Körpergefühl entscheiden. Diesmal im Fokus: die Technik des
Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und ihre typischen
Merkmale.
Sechs Schritte zur Technik
Neben Laufen und Walking
gehört auch Nordic Walking zur sportlichen Angebotspalette des DLV. Seine 20
Landesverbände bringen nicht nur Anfängern das „Gehen am Stock“ bei. Auch zum
Betreuer oder Leiter einer der 3.800 landesweiten Lauf-, Walking- und NW-Treffs
können sich Interessierte ausbilden lassen. Ein Vorreiter beim DLV in Fragen
NW-Technik ist der Landesverband Nordrhein. Er hat die Grundmerkmale der
DLV-Technik festgelegt. Der Bewegungsablauf wird in vier Phasen eingeteilt,
deren Schulung über sechs Lernschritte erfolgt. „Wir fangen mit einer
Gehschulung an und führen die Teilnehmer dann langsam an die Grundtechnik heran,
quasi vom Walking zum Nordic Walking“, erklärt Gerd Hoppe, Breitensportlehrwart
und Technik-Experte des LV Nordrhein. Diese Vorgehensweise soll verhindern, dass
sich Technikfehler einschleichen, die später nur noch schwer korrigierbar sind.
In den ersten drei Lernschritten spielen die Stöcke daher nur eine
untergeordnete. Rolle. Zunächst werden die richtige Körperhaltung und die
Beinarbeit geübt. Erst wenn diese stimmen, wird sich zunehmend auf den
Stockeinsatz konzentriert. „Komplizierte Bewegungsabläufe brauchen ihre Zeit,
bis sie verinnerlicht sind“, so Hoppe. Seine Empfehlung lautet daher: Nichts
überstürzen!
Die zehn wichtigsten Regeln:
Besonderen Wert legt
der DLV bei der Ausführung seiner NW-Technik auf die folgende zehn Regeln:
Harmonie geht vor Technik
Ziel der DLV-Aisbildung ist aber nicht
nur eine fundierte Grundtechnik. „Der Feinschliff kommt mit der Zeit. Fast
wichtiger ist es, einen harmonischen Bewegungsablauf zu finden“, meint Gerd
Hoppe. Er warnt daher davor, gleich zu Anfang zu viel tempo zu geben. Die Nordic
Walker sollen ihre Schrittlänge individuell bestimmen und die Koordination der
Bewegungen vor die Schnelligkeit setzen. Und noch etwas sollte stimmen: der
Spaßfaktor. Erst dann ist ein NW-Training wirklich perfekt.
Tipps zur
Optimierung der Grundtechnik
Korrigieren Sie sich selbst
Quelle: Nordic Walker 5/2006, Michaela Roemkens
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Aktualisiert am 07.01.2010